Bäckermeister (m/w/d)
- Location
- Lohmen, Germany
- Work mode
- On-site
- Type
- Full-time
- Seniority
- Manager
- Salary
- €4,000–4,500 / month
- Department
- Backstube
- Languages
- DE
- Posted
- 3 Nov 2026
Verified open 3 Nov 2026 · Source: Company careers page
About the role
Bäckermeister (m/w/d) – Führung und Verantwortung in Lohmen bei Pirna
Vollzeit · 4.000 € in der Probezeit, danach 4.500 € · Führung von sechs Mitarbeitenden · zunächst auf zwei Jahre befristet
Was wir unter Meister verstehen – und was nicht
Der Meisterbrief ist die Eintrittskarte, nicht die Qualifikation. Viele machen den Meister heute mit wenig Berufserfahrung, und das ist völlig in Ordnung – für diese Stelle reicht es nicht.
Führung heißt hier nicht Schichtpläne schreiben. Es heißt: Du gehst sichtbar voran. Wenn jemand zu Schichtbeginn nicht an die Handwaschstelle geht, sprichst Du ihn an – sofort, nicht beim nächsten Teamgespräch. Du triffst Entscheidungen, die nicht bei allen gut ankommen, und stehst danach dazu. Du sagst uns, wenn etwas nicht läuft, statt es auszusitzen.
Zu Deiner Rolle gehören Personaleinteilung, Weisungsbefugnis und, wenn nötig, auch Abmahnungen. Wenn jemand zum Probearbeiten kommt, entscheidest Du mit, ob er eingestellt wird – und wir brauchen dabei Deine ehrliche Einschätzung, nicht die bequeme. Eine Fehlbesetzung kostet uns mehr als ein unangenehmes Gespräch.
Fachlich erwarten wir, dass Du Rezepturen und Abläufe nicht nur verwaltest, sondern besser machst. Du siehst, wo Ausbeute verloren geht, wo Qualität schwankt, wo ein Ablauf unnötig Zeit frisst – und Du änderst es.
Dein Team
In der Backstube führst Du aktuell drei Gesellen und drei Auszubildende. Dazu kommt die Abstimmung mit Lager, Versand und Verwaltung – und wenn es dort hakt, läuft das über Dich zu uns, nicht daran vorbei.
Die Hälfte Deines Teams ist in Ausbildung. Das ist eine Quote, die kaum ein Betrieb unserer Größe hat, und sie ist beabsichtigt: Wir bilden aus, weil wir sonst in zehn Jahren keine Bäcker mehr hätten. Für Dich heißt das, dass ein erheblicher Teil Deiner Arbeit Ausbildung ist – nicht nebenbei, sondern als echte Aufgabe. Deine AEVO bringst Du mit dem Meisterbrief mit.
Und das Team wächst. Wir stellen laufend ein, und Du entscheidest mit, wen. Dazu gehört auch, das Team so aufzustellen, dass es größer werden kann, ohne dass die Qualität leidet. Wer lieber einen fertigen Zustand verwaltet, ist bei uns falsch.
Deine Aufgaben
- Führung und Ausbildung des Backstuben-Teams – Einteilung, Einarbeitung, Beurteilung, und wenn es sein muss auch die unangenehmen Gespräche
- Verantwortung für Qualität und Prozesse – Du optimierst Abläufe und Rezepturen und informierst uns über die Änderungen, statt sie stillschweigend einzuführen
- Produktentwicklung – wir bringen laufend neue Artikel heraus, und Du entwickelst mit
- Hygiene, HACCP und Allergenmanagement – hier bist Du derjenige, an dem sich das Team orientiert
- Schnittstelle zu Lager, Versand und Verwaltung – und Eskalation zu uns, wenn etwas grundsätzlich klemmt
- Aufbau des wachsenden Teams – Mitentscheidung bei Einstellungen, Strukturen, die auch bei zehn Leuten noch tragen
Ein Thema, das auf Dich wartet
Wir liebäugeln seit einer Weile mit einer IFS-Zertifizierung. Entschieden ist nichts – aber sie würde uns Marktchancen eröffnen, an die wir derzeit nicht herankommen. Wenn Du Lust hast, so ein Projekt zu treiben statt darauf zu warten, dass es Dir jemand auf den Tisch legt: Das ist genau die Art Aufgabe, für die wir einen Meister suchen. Und es ist etwas, woran Du Dich sichtbar zeigen kannst.
Warum diese Stelle zunächst auf zwei Jahre befristet ist
Wir sagen das offen, statt es im Vertrag zu verstecken: Der erste Vertrag läuft über zwei Jahre. Wer liefert, wird verlängert – das ist keine Floskel, sondern der Plan.
Der Grund ist nicht Misstrauen, sondern die Größe der Rolle. In einem Betrieb mit rund 20 Leuten ist der Bäckermeister nicht der, der Backpläne abarbeitet. Er entscheidet mit darüber, ob dieser Betrieb in zehn Jahren noch da ist. In den letzten zwanzig Jahren hat etwa die Hälfte der Handwerksbäckereien in Deutschland dichtgemacht – und das lag selten am Brot.
Deine Meisterausbildung hatte einen betriebswirtschaftlichen Teil. Wir erwarten, dass Du ihn benutzt. Ein Meister, der Ausbeuten, Ausschuss und Personalkosten nicht lesen kann, kann auch keine Prozesse optimieren – und genau dafür stellt man einen Meister ein. Als Meister hast Du Deinen eigenen Arbeitsplatz zu einem großen Teil selbst in der Hand. Das ist ernst gemeint, in beide Richtungen.
Zu den Arbeitszeiten – ehrlich gerechnet
Im ersten Jahr fährst Du die Schichten regulär mit, auch am Wochenende. Anders lernst Du die Abläufe nicht kennen, und ohne sie zu kennen kannst Du sie nicht verbessern. Danach bist Du überwiegend tags im Betrieb, und der Wochenenddienst rotiert mit dem Team – jedes dritte Wochenende, Samstag vier Stunden, Sonntag drei.
Das heißt auch: Ab dem zweiten Jahr fällt ein Teil der steuerfreien Nacht- und Sonntagszuschläge weg. Wer nachts arbeitet, verdient dadurch netto mehr – das gilt für einen Gesellen in Vollnachtschicht genauso. Wir rechnen Dir das im Gespräch konkret durch, damit Du weißt, wie Dein Jahr eins und Dein Jahr zwei aussehen.
Was Du mitbringst
- Meisterbrief im Bäckerhandwerk – und, wichtiger, Berufserfahrung, die dahinter steht
- Führungserfahrung. Du hast schon einmal ein Team geführt und weißt, dass das mehr ist als Fachwissen weitergeben. Wer sich das nicht zutraut, findet weiter unten einen anderen Weg zu uns.
- Betriebswirtschaftliches Verständnis. Du kannst Zahlen lesen und daraus Entscheidungen ableiten – Ausbeute, Ausschuss, Personaleinsatz, Materialkosten.
- Rückgrat. Du sprichst Dinge an, die Dir nicht passen, auch wenn es unbequem ist. Und Du sagst uns ehrlich, wenn ein Mitarbeiter nicht taugt.
- Handwerkliches Können mit langer Teigführung, eigenem Sauerteig und Bio-Rohstoffen – ohne Fertigmischungen.
- Sichere Deutschkenntnisse – Ausbildung, Unterweisungen und HACCP-Dokumentation laufen auf Deutsch.
Was Du verdienst
Wir schreiben es hin, statt Dich danach fragen zu lassen.
| Monatlich brutto | |
|---|---|
| In der Probezeit | 4.000 € |
| Danach | 4.500 € |
Die Erhöhung steht in Deinem Arbeitsvertrag. Und wenn Du schon vorher zeigst, dass Du die Rolle ausfüllst, ziehen wir sie vor – das ist ausdrücklich so vorgesehen. Wir wissen, dass die meisten ein paar Monate zum Ankommen brauchen. Wenn Du sie nicht brauchst, soll es Dir nicht zum Nachteil werden.
Dazu kommen Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit, die nach § 3b EStG steuer- und sozialabgabenfrei sind – im ersten Jahr entsprechend mehr als danach.
Pünktlich zum Monatsende auf dem Konto. Immer. Ohne Ausnahme, ohne Nachfragen. Wer aus dem Handwerk kommt, weiß, warum wir das extra erwähnen.
Was Du sonst bekommst
- 30 Prozent Personalrabatt auf unser gesamtes Sortiment im Werksverkauf – nicht nur auf Backwaren, sondern auch auf Rohstoffe und Backzubehör.
- Bis zu 50 Euro monatlich als steuerfreier Sachbezug auf eine Guthabenkarte, die Du frei einsetzen kannst.
- Zahngesundheit: Jährlicher Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung und Kostenbeteiligung bei Zahnersatz.
- Betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss.
- Weiterbildung – wenn Du eine Qualifikation machen möchtest, die zu Deiner Arbeit passt, übernehmen wir die Kosten. Bei einem Thema wie IFS ist das ohnehin selbstverständlich.
- Kostenlose Parkplätze direkt vor der Tür, dazu Lademöglichkeit für Dein E-Auto.
Eine Backstube, die 2021 gebaut wurde
Wenn Du schon in mehreren Bäckereien gearbeitet hast, weißt Du, worauf das hinausläuft: zu eng, zu heiß, schlechte Luft, Maschinen aus den Achtzigern. In den meisten Betrieben arbeitest Du in Räumen, die nie für diese Arbeit gebaut wurden – und als Meister kämpfst Du dann gegen die Bausubstanz statt für die Qualität.
Wir haben 2021 einen komplett neuen Betrieb hingestellt, auf eigenem Grund und geplant für genau das, was wir machen. Das nimmt Dir eine ganze Kategorie von Problemen ab, bevor Du anfängst. Komm vorbei und schau es Dir an, bevor Du Dich entscheidest – auch ohne dass Du Dich vorher bewirbst.
Wie bei uns gebacken wird
Wir arbeiten mit langer Teigführung und eigenem Sauerteig, den wir seit Jahren selbst führen. Keine Beschleuniger, keine Fertigsauer-Pulver, keine konventionellen Backmittel – als zertifizierter Bio-Betrieb dürften wir das größtenteils gar nicht, und wir wollen es auch nicht.
Der fachlich spannendere Teil ist ein anderer. Ein großer Anteil unserer Produktion ist glutenfrei – Brote, Brötchen, Toast, Burger Buns, Knäckebrot. Ohne Klebergerüst trägt nichts von allein: Du arbeitest mit Flohsamenschalen, Quellstoffen und Hydrokolloiden, die Teige verhalten sich nicht wie Teige, und ein halbes Prozent Wasser entscheidet über Krume oder Klumpen.
Für einen Meister ist das ein Feld, in dem es noch etwas zu holen gibt. Rezepturentwicklung im glutenfreien Bereich ist Handwerk plus Technologie – und Erfahrung darin haben in Deutschland erstaunlich wenige.
Noch nicht so weit? Dann fang als Geselle an.
Wenn Du den Meisterbrief hast, aber noch nie ein Team geführt hast, ist das kein Ausschlussgrund – nur nicht für diese Stelle. Führung lässt sich in einer laufenden Produktion nicht nebenbei lernen.
Deshalb gibt es einen zweiten Weg: Bewirb Dich als Bäcker. Du arbeitest bei uns als Geselle, lernst Betrieb und Abläufe kennen, und wenn Du zeigst, dass Du Führung kannst, rückst Du auf die Meisterstelle nach. Das ist kein Trostpreis, sondern der ehrlichere Weg – und für beide Seiten der sicherere.
Schreib uns einfach, welchen Weg Du Dir zutraust. Wir sagen Dir offen, was wir sehen.
Über uns
Wir backen seit 1991 in Lohmen in der Sächsischen Schweiz, rund 6 km von Pirna und 25 km von Dresden. Rund 20 Kolleginnen und Kollegen arbeiten in Backstube, Lager, Verwaltung und Versand. Der Chef ist selbst Bäckermeister und steht in der Backstube, wenn es klemmt.
Ein großer Teil unserer Ware geht über unseren eigenen Onlineshop in ganz Deutschland raus, dazu beliefern wir Bio-Läden im Raum Dresden mit unserem elektrischen Fuhrpark. Zwei Standbeine statt einem – wir hängen weder an Filialstandorten noch an der Laufkundschaft einer Innenstadt. Wenn Du wissen willst, wie es wirtschaftlich um uns steht: Frag im Gespräch. Wir antworten darauf.
So bewirbst Du Dich
Per E-Mail an recruiting@baeckerei-spiegelhauer.de
Was wir von Dir lesen wollen
Erzähl uns von einer Situation, in der Du als Führungskraft eine unbequeme Entscheidung getroffen hast – und wie es ausgegangen ist. Das sagt uns mehr als jedes Zeugnis. Und schreib dazu, was Dich an unserem Betrieb interessiert. Wir lesen jede Bewerbung selbst.
Schick uns Deine Unterlagen am besten als PDF. Word-Dateien verrutschen beim Öffnen auf anderen Rechnern regelmäßig – wir sehen dann nicht das, was Du uns zeigen wolltest, und öffnen sie deshalb nicht. Du kannst gerade kein PDF erzeugen? Dann schreib uns alles direkt als Fließtext in die Mail.
Diese Stelle ist eine Vor-Ort-Tätigkeit in Lohmen. Eine gültige Arbeitserlaubnis für Deutschland muss zum Zeitpunkt der Bewerbung vorliegen – wir unterstützen weder bei Visumsverfahren noch bei einem Umzug aus dem Ausland und können entsprechende Anfragen leider nicht beantworten. Bewerbungen per Post nehmen wir nicht mehr entgegen.
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